Ausbaupotenziale und Fördermöglichkeiten für Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden in Grevenbroich

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Grevenbroich hat am 8. April 2026 einen Anfrage an Bürgermeister Klaus Krützen gestellt, in dem die Bestandsaufnahme aller solarfähigen Dachflächen öffentlicher Gebäude gefordert wird. Ziel ist die Ermittlung von Potenzialen für Photovoltaik Anlagen, die Ausweitung bestehender Systeme und die Nutzung aller Förderprogramme, insbesondere des Gigawatt Pakts (95 % Kostenbeteiligung).
Der Antrag enthält Fragen zur Gesamtfläche solarfähiger Dächer, zum aktuellen Installationsstand, zu geplanten Erweiterungen für 2026/27 sowie zu bereits geförderten Flächen. Zudem soll die Stadt weitere Fördermöglichkeiten von Landes , Bundes und EU Programmen benennen und prüfen, welche ungenutzten Flächen über den Gigawatt Pakt gefördert werden können.
Ein wichtiger Aktionspunkt könnte die umfassende Sanierung des Schlossstadions sein. Die Grünen erbitten Auskünfte, ob bereits Machbarkeitsstudien für PV Dach oder Fassadenflächen durchgeführt wurden, welche Flächen grundsätzlich solarfähig sind und inwieweit sie technisch und wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden können. Gleiches gilt für das Dach des TuS Vereinsheims, das als potenzieller Standort für eine PV Anlage genannt wird.
Peter Gehrmann, Sprecher der Grünen Fraktion, betont: „Nur wenn wir die ungenutzten Dachflächen in Sonnenkraftwerke verwandeln, können wir die Klimaziele erreichen und gleichzeitig die städtischen Haushalte entlasten.“ Die Grünen sehen in der konsequenten Nutzung kommunaler Dachflächen einen Schlüssel zur Klimaneutralität und zur finanziellen Stabilität der Stadt.
Die Fraktion erwartet die Beantwortung aller Fragen bis zur nächsten Ratssitzung und wird die Ergebnisse in die kommunale Klimastrategie einfließen lassen.
Hintergrund: Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden ermöglicht dezentrale, emissionsfreie Stromerzeugung, reduziert den Bedarf an fossilen Energieträgern und bietet dank hoher Förderquoten schnelle Amortisation. Der Gigawatt Pakt unterstützt Kommunen mit bis zu 95 % der Investitionskosten; weitere Programme wie das KfW Programm „Energieeffizient Sanieren – Investieren“, das NRW Förderprogramm „Solarenergie für Kommunen“ und EU Fonds stehen ebenfalls zur Verfügung.