Die Fraktionen von SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Mein Grevenbroich haben einen gemeinsamen Antrag zur grundlegenden Neuordnung der Stadtbetriebe Grevenbroich AöR eingebracht. Ziel ist die vollständige Integration der Stadtbetriebe in die Kernverwaltung zum 01. Januar 2027 sowie die Einrichtung eines eigenen Dezernats, das zukünftig alle infrastrukturellen Aufgaben der Stadt bündelt.
Die Fraktionen betonen, dass die Neuaufstellung ein entscheidender Schritt sei, um die Stadt leistungsfähiger, moderner und zukunftssicher zu gestalten.
„Wir wollen die Stadt Grevenbroich strategisch neu aufstellen. Die Integration der Stadtbetriebe ermöglicht klare Verantwortlichkeiten, einheitliche Entscheidungswege und eine moderne Verwaltungsstruktur, die endlich handlungsfähig ist. Das wird die Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger verbessern“, erklärt Daniel Rinkert, MdB und Vorsitzender der SPD-Fraktion.
Auch die FDP-Fraktion sieht die Reform als notwendigen Modernisierungsschub:
„Wir brauchen in allererster Linie eine transparente Verwaltung, die schnell entscheidet und Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Leistungen und Problemlösungen bietet“, betont Fraktionsvorsitzender Markus Schumacher.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen richtet den Blick vor allem auf Zukunftsthemen.
„Klimaanpassung, nachhaltige Infrastruktur und moderne Stadtentwicklung brauchen eine starke organisatorische Basis. Genau diese schaffen wir mit einem neuen Dezernat, das Verantwortung bündelt und strategische Planung ermöglicht sowie den Ausbau von Photovoltaik besser steuern kann“, so Dr. Peter Gehrmann und Renate Steiner.
Auch die Fraktion Mein Grevenbroich unterstützt das Vorhaben und erklärt die Sicherheit der Arbeitsplätze:
„Diese strukturelle Neuausrichtung ist ein starkes Signal für eine leistungsfähige Stadtverwaltung. Wir machen Grevenbroich fit für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Dabei sichern wir alle Arbeitsplätze und nutzen die Expertiese der Beschäftigten“, sagt Martina Suermann-Igné.
Die Antragstellenden heben insbesondere hervor, dass sämtliche Arbeitsplätze erhalten bleiben und weder betriebsbedingte Kündigungen noch Einschränkungen bestehender Arbeitsverhältnisse erfolgen. Die Reform richte sich ausdrücklich gegen organisatorische Schwächen – nicht gegen Beschäftigte.
Der Antrag sieht vor, dass die Verwaltung bis spätestens bis zum 2. Quartal 2026 ein detailliertes Organisations- und Umsetzungskonzept vorlegt und Personalrat sowie Beschäftigtenvertretungen frühzeitig einbindet.
Mit dieser Neuausrichtung wollen die Fraktionen ein deutliches politisches Signal senden: Grevenbroich soll moderner, effizienter und strategischer werden mit besseren Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger – und damit stärker aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft.