Bäume sind für ein lebenswertes und klimaangepasstes Grevenbroich unverzichtbar. Sie spenden Schatten, kühlen durch Verdunstung und tragen dazu bei, die Folgen sommerlicher Hitze abzumildern. Gleichzeitig leiden Straßen- und Parkbäume zunehmend unter langen Hitze- und Dürreperioden.
Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Grevenbroich beantragt deshalb die Initiative „Grevenbroich gießt“. Nach dem Vorbild bestehender Projekte wie „Magdeburg gießt“ soll Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht werden, in heißen Sommermonaten gezielt notleidende Bäume im öffentlichen Raum zu wässern. Die Initiative soll möglichst bis zum Sommer 2027 online verfügbar sein und anschließend weiter ausgebaut werden.
„Unsere Stadtbäume sind ein wichtiger Teil des Hitzeschutzes. Wenn wir wollen, dass sie uns auch in Zukunft Schatten und Kühlung spenden, müssen wir ihnen gerade in langen Trockenperioden helfen“, sagt Renate Steiner, Co-Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion.
Dabei soll das Gießen nicht einfach dem Zufall überlassen werden. Die Grünen schlagen vor, die bereits vorhandenen Daten der Stadt zu nutzen. Die Stadtbetriebe haben ein digitales Baumkataster in Auftrag gegeben, in dem mehr als 20.000 Bäume im öffentlichen Raum erfasst sind. Zusammen mit vorhandener digitaler Sensorik könnte daraus eine öffentliche Online-Karte entstehen, auf der besonders gefährdete Bäume und konkreter Gießbedarf sichtbar werden.
So könnte die Hilfe dort ankommen, wo sie tatsächlich gebraucht wird. Bürgerinnen und Bürger könnten gezielt Bäume in ihrer Nachbarschaft unterstützen, während Jungbäume und besonders gestresste ältere Bäume besser durch Hitze- und Dürreperioden kommen.
„Wir wollen aus Nachbarschaftshilfe eine einfache und gut koordinierte Möglichkeit machen, gemeinsam etwas für unser Stadtgrün zu tun. Wenn die Stadt transparent zeigt, welche Bäume dringend Wasser benötigen, können viele Menschen unkompliziert einen Beitrag leisten“, erklärt Peter Gehrmann, Co-Vorsitzender der Grünen Ratsfraktion.
Die Initiative verbindet damit Klimaanpassung und Bürgerbeteiligung: Die Stadt stellt die notwendige digitale Grundlage bereit, und Bürgerinnen und Bürger können sich dort engagieren, wo ihre Hilfe besonders gebraucht wird.