Heiße, stark versiegelte Schulhöfe bieten Kindern und Jugendlichen im Sommer oft wenig Schatten und kaum Möglichkeiten, sich vor der Hitze zu schützen. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Grevenbroich möchte deshalb prüfen lassen, welche Grevenbroicher Schulen vom Landesprogramm „Coole Schulhöfe: Grüner, kühler, schöner“ profitieren könnten.
Mit ihrem Antrag bitten die Grünen die Verwaltung, geeignete Schulhöfe zu identifizieren und mögliche Maßnahmen zu prüfen. Dazu gehören unter anderem die Entsiegelung von Flächen, zusätzliche Begrünung und Beschattung, Regenwasserrückhaltung sowie grüne Klassenzimmer und naturnahe Lern- und Aufenthaltsbereiche. Auch Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte sollen bei der weiteren Planung einbezogen werden.
Das Land Nordrhein-Westfalen plant, das Programm „Coole Schulhöfe“ deutlich auszuweiten. In den kommenden fünf Jahren sollen 1.000 weitere Schulhöfe gefördert werden. Nach Angaben des Umweltministeriums sind dabei Förderungen von jeweils 50.000 Euro pro teilnehmender Schule vorgesehen.
„Ein Schulhof sollte nicht nur ein Ort sein, an dem Kinder ihre Pausen verbringen. Gerade angesichts zunehmender Hitze müssen wir dafür sorgen, dass Kinder dort auch an heißen Tagen Schatten, Erholung und angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten finden“, sagt Renate Steiner, Co-Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion.
Eine klimaangepasste Gestaltung kann dabei gleich mehrere Vorteile verbinden: Bäume und andere Pflanzen spenden Schatten und sorgen durch Verdunstung für Kühlung. Entsiegelte Flächen verbessern zudem die Versickerung von Regenwasser. Gleichzeitig können naturnahe Bereiche neue Möglichkeiten für Unterricht, Spiel und Naturerfahrung schaffen.
„Wir sollten die Fördermöglichkeiten des Landes jetzt nutzen und gemeinsam mit den Schulen schauen, wo der größte Handlungsbedarf besteht. So können aus grauen und aufgeheizten Flächen klimaresiliente, grüne und kindgerechte Schulhöfe werden“, erklärt Peter Gehrmann, Co-Vorsitzender der Grünen Ratsfraktion.
Die Verwaltung soll dem Rat zeitnah darstellen, welche Standorte geeignet sind, welche Schulen prioritär berücksichtigt werden sollten und mit welchen Kosten und personellen Ressourcen zu rechnen ist.