Hammerwerk zukunftsfähig entwickeln

Die Fraktionen von SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Mein Grevenbroich sehen die Kritik der CDU an der geplanten Regionalplanänderung für das Hammerwerk kritisch. Die öffentliche Debatte vermittelt teilweise den Eindruck, als stünde die Zukunft des Gewerbestandorts insgesamt infrage. Tatsächlich verfolgt die Planung jedoch einen anderen Ansatz: Sie soll die Interessen der ansässigen Unternehmen mit dem dringenden Bedarf an zusätzlichem Wohnraum in Einklang bringen. Dabei spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass Teile des Geländes derzeit nicht genutzt werden und Entwicklungspotenzial bieten.

Die Stadt hat ihre ursprünglichen Planungen im Verfahren angepasst und einen Kompromiss erarbeitet, der gewerbliche Nutzungen am Standort sichert und gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Ziel ist ein modernes Quartier mit unterschiedlichen Wohnformen, sozialen Angeboten und wohnverträglichem Gewerbe.

Unsere Co-Fraktionsvorsitzende Renate Steiner betont: „Gerade in Zeiten des Strukturwandels müssen wir vorhandene Flächen intelligent nutzen und Entwicklungsmöglichkeiten für Wohnen und Arbeiten gemeinsam denken.“

Eine solche Entwicklung schafft nicht nur dringend benötigten Wohnraum, sondern stärkt auch den Standort selbst. Mehr Menschen vor Ort bedeuten zusätzliche Nachfrage nach Dienstleistungen, Gastronomie und Nahversorgung. Davon können auch die bestehenden Betriebe profitieren.

Die vorliegende Planung zeigt, dass Wohnen und Wirtschaft keine Gegensätze sein müssen. Sie eröffnet neue Perspektiven für das Hammerwerk und für die Entwicklung unserer Stadt.