Klimaanpassung für Grevenbroich: Grüne treiben Konzept für mehr Schatten, Grün und Starkregenvorsorge voran

Die Folgen des Klimawandels sind auch in Grevenbroich zunehmend spürbar: längere Hitzeperioden, Trockenheit und häufiger auftretende Starkregenereignisse stellen die Stadt vor neue Herausforderungen. Deshalb setzen sich Bündnis 90/Die Grünen für die Entwicklung eines umfassenden Klimaanpassungskonzeptes ein, das nun gemeinsam mit SPD, FDP und Mein Grevenbroich auf den Weg gebracht werden soll.

Ziel des Antrags ist es, Grevenbroich frühzeitig und systematisch auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Die Stadtverwaltung soll dazu ein Konzept für das weitere Vorgehen erarbeiten, den Personal- und Finanzbedarf ermitteln und mögliche Förderprogramme prüfen.

Für die Grünen steht dabei vor allem die Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt im Mittelpunkt. Geprüft werden sollen unter anderem Maßnahmen zur Begrünung und Entsiegelung von Flächen, zusätzliche Verschattung an stark frequentierten Orten sowie an Schulen und Kitas, öffentlich zugängliche kühle Rückzugsorte und weitere Trinkwasserangebote. Auch Konzepte zur besseren Speicherung und Nutzung von Regenwasser nach dem sogenannten Schwammstadtprinzip sollen einbezogen werden.
„Klimaanpassung wird für unsere Stadt immer wichtiger“, betonen die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Dr. Peter Gehrmann und Renate Steiner. „Mehr Grün, weniger versiegelte Flächen, mehr Schatten und ein besserer Umgang mit Starkregen helfen dabei, Grevenbroich auch an heißen Tagen lebenswert und bei Extremwetter widerstandsfähiger zu machen. Dafür brauchen wir einen übergreifenden Plan statt vieler einzelner Maßnahmen.“

Nach Ansicht der Grünen verfügt Grevenbroich bereits über verschiedene Einzelmaßnahmen in den Bereichen Begrünung, Nachpflanzungen und Entsiegelung. Diese sollen künftig besser miteinander verknüpft und strategisch weiterentwickelt werden. Besonders wichtig ist aus Sicht der Grünen die enge Verzahnung mit dem geplanten Entsiegelungskonzept für städtische Flächen.
Ein Klimaanpassungskonzept schafft die Grundlage dafür, gezielt dort zu investieren, wo die Belastungen durch Hitze oder Starkregen künftig besonders hoch sein werden. Gleichzeitig können damit Fördermittel des Landes und des Bundes besser genutzt werden.

Mit dem gemeinsamen Antrag reagieren die Fraktionen auch auf die bevorstehenden Änderungen im nordrhein-westfälischen Klimaanpassungsrecht. Die Grünen sehen darin die Chance, Grevenbroich frühzeitig zukunftsfest aufzustellen.
„Klimaanpassung ist keine Aufgabe für morgen, sondern eine Herausforderung von heute“, so Gehrmann und Steiner. „Je früher wir handeln, desto besser können wir Menschen, Infrastruktur und Natur in unserer Stadt schützen. Unser Ziel ist ein Grevenbroich, das auch in Zeiten des Klimawandels lebenswert und resilient bleibt.“
Durch das nun beantragte Klimaanpassungskonzept soll ein konkreter Fahrplan entstehen, um Grevenbroich Schritt für Schritt widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Dabei stehen für die Grünen insbesondere die Menschen vor Ort, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und eine nachhaltige Stadtentwicklung im Mittelpunkt.